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Drupal und TYPO3 im Vergleich

Welches CMS eignet sich für große Webprojekte besser?

TYPO3 erfreut sich insbesondere in Deutschland einer hohen Beliebtheit und steht nach Wordpress, Joomla und Drupal weltweit an vierter Stelle der meistgenutzten Content Management Systeme. Weltweit betrachtet spielt es eine eher geringe Rolle. TYPO3 ist ein Open Source CMS, das sich besonders für den Einsatz bei großen Onlineprojekten eignet. Es bietet umfangreiche Funktionen zur Vergabe von Benutzerrechten, zur Organisation der Zusammenarbeit in Teams und zur übersichtlichen Anordnung von Inhalten in komplexen Seitenlayouts.

Nachdem wir über 8 Jahre mit TYPO3 gearbeitet und viele Projekte damit umgesetzt haben, sind wir in 2011 auf Drupal umgestiegen und empfehlen dieses System nun für fast alle neuen Projekte. Drupal bietet eine höhere Flexibilität und eine einfachere Bedienung durch den Kunden (Redakteur), bei gleichzeitig niedrigerem Aufwand für die technische Realisierung und somit niedrigeren Kosten.

Eigenschaften von TYPO3

  • Hierarchische Organisation aller Inhalte in einer Baumstruktur
  • Strikte Trennung von Backend und Frontend sowie von Backend Usern und Frontend Usern
  • Hochfunktionelles Backend mit sehr vielen Funktionen auf kleiner Fläche und umfangreichen Kontextmenüs
  • Hoher Funktionsumfang bereits im TYPO3 Core ohne zusätzliche Extensions
  • Workspaces ermöglichen komfortable Arbeit für verschiedene Benutzergruppen und Workflows
  • Ansprechendes, funktionelles Front-End-Editing
  • Ausgelegt für Mehrsprachigkeit, Multi-Domain-Fähigkeit und Multi-Site-Fähigkeit

Vorteile von TYPO3 gegenüber Drupal

  • Flexible Inhaltslayouts mit TemplaVoila, ermöglichen Verschachtelung und erstellung komplexer Inhalte durch den Redakteur
  • Ansprechendes, funktionelles Front-End-Editing, (noch) überlegen zu Panels und In-Page-Editing

Nachteile von TYPO3 gegenüber Drupal

  • Aufbau des Backends ist für viele Personen zu unübersichtlich und schlecht zugänglich
  • Schlechte Anpassbarkeit des Backends für den Kunden
  • Viele Altlasten im System, da seit frühen Versionen immer auf Abwärtskompatibilität geachtet wurde
  • Komplizierte, proprietäre Meta-Script-Sprache (Typoscript) für fast alle Standardaufgabe erforderlich, z.B. Erstellung von Menüs
  • Keine öffentlichen Template-Sammlungen, aus denen Templates direkt in Form einer Datei geladen werden können
  • Keine Möglichkeit, Templates mit einem Klick umzuschalten. Templates sind an vielen Stellen im System verwurzelt
  • Geringe Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Extensions, kein gemeinsamer Zugriff auf Daten
  • Keine zentrale Stelle zur Verwaltung und Weiterentwicklung von Extensions (z.B. mit Foren, Issues, Bug Reports und Dokumentation wie bei Drupal)
  • Extensions werden oft schlecht gepflegt und sind veraltet
  • Keine einheitlichen Regeln für die Konfiguration und Gestaltung von Extensions, deswegen oft kompliziert, aufwändig und unübersichtlich
  • Erstellung von eigenen Extensions ist durch die komplizierten Schnittstellen sehr aufwändig

Besonderheiten von TYPO3

  • Sehr gute Funktionen zur Arbeit in verschiedenen Versionen der Webseite mit Workspaces (Entwurf, Lektorat, Freigabe)
  • Sehr gute Drag-and-Drop Bearbeitung von komplexen Layouts mit TemplaVoila