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Das große Wetteifern der Online-Shops

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung versuchen immer mehr Händler, den Wüschen ihrer Kunden auch in der Online-Welt gerecht zu werden. Auf Platz 1 der Top-100-Online-Shops ist Amazon, gefolgt von Otto auf Platz 2 und Zalando auf dem dritten Platz. Die wohl größte Herausforderung besteht für alle Branchen gleichermaßen darin, erfolgreiches Online-Marketing zu betreiben. Online-Shops mit einem gelungenen Online-Marketing werden online schneller über Suchmaschinen gefunden und ermöglichen ihren Kunden meist auch einen benutzerfreundlicheren Einkauf,  was wiederum noch mehr Traffic erzeugt. Denn jeder Kunde legt Wert auf ein überschaubares Produkt- und Dienstleistungsangebot und einen unkomplizierten Kaufprozess.

Eine aktuelle Studie zum Thema Online-Marketing im E-Commerce-Sektor (2017) hat die Aktivitäten von über 200 deutschen Online-Shops etwas genauer unter die Lupe genommen. Die Inbound-Marketing-Agentur Aufgesang aus Hannover und die Online-Marketing-Analyse-Experten von Searchmetrics fanden u. a. heraus, dass die Google-Suche weiterhin der wichtigste Motor für den Traffic der Online-Anbieter ist. Spitzenreiter beim organischen Traffic sind die Online-Shops der Medienbranche (93,4 %), des Spielwarenhandels (93 %) und der Elektronik-Branche mit 91,3 %. Die so genannte Universal Search verliert zunehmend an Bedeutung. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist hier ein Rückgang von 21,8 % zu verzeichnen. Im Hinblick auf die organische Sichtbarkeit haben Online-Shop-Generalisten und Heimwerker die Nase vorn.

Der negative Trend von Google Adwords aus dem Jahr 2016, setzt sich in diesem Jahr nicht fort. Im Vergleich zum letzten Jahr gibt es hier einen Anstieg von 21,2 %. Gleichzeitig ist hier jedoch eine Verschlechterung der Sichtbarkeit festzustellen. Generell ist zu beobachten, dass die  bezahlte Sichtbarkeit branchenübergreifend gesunken ist. Einige Branchen verzeichnen einen Rückgang von mehr als 45 %. Trotz der abnehmenden Sichtbarkeit steigt in einigen Branchen allerdings der Traffic über Google Adwords, z. B. im Möbelhandel oder in der Kosmetikbranche. Nach wie vor rückläufig bleibt der Traffic, der über  den direkten Aufruf der Webseiten zustande kommt. Der Traffic, der über externe Verlinkungen, wie Mails, Display und Referrals, entsteht, ist wiederum gestiegen.

Auch die Social-Media-Kanäle haben sich die Marketing-Analytiker einmal etwas genauer angesehen. Während Facebook einen Rückgang von 58,8 % verzeichnet, erzeugen Instagram, Pinterest und Youtube umso mehr Traffic. Dennoch bleibt Facebook der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken, insbesondere wenn es um E-Commerce geht. Google Analytics behauptet sich weiterhin als „Türsteher“ unter den Online-Marketing-Maßnahmen: Unter den 202 untersuchten Online-Shops aus zwölf verschiedenen Branchen ist Google Analytics – mit 116 Anwendern – das am häufigsten verwendete Online-Marketing-Analyse-Tool. Besonders häufig wird es parallel zu Optimizely, SiteCatalyst und Webtrekk eingesetzt.

Zu den Online-Marketings-Trends des Jahres 2017 gehören u. a. so genannte Chatbots. Dabei handelt es sich um eine künstliche Intelligenz, die mit dem Kunden in Pseudo-Kommunikation tritt. Deutlich flexibler sind Messenger, über die der Kunde seine Fragen rund um das Produkt und den Kauf direkt an einen Mitarbeiter richten kann. Auch Sprachassistenten, wie Siri, Alexa und Cortana, werden das Verbraucherverhalten in diesem Jahr maßgeblich verändern. Sie antworten direkt auf die Suche des Kunde und bieten dadurch einen ganz eigenen Charme. Immer attraktiver werden auch Live-Streaming-Angebote, die den Kunden oftmals auf sehr persönliche Weise an das Produkt oder die Dienstleistung heranführen. Auch die Social Media Buy Buttons seien noch genannt. Hier wird der „Socialiser“ durch einen Klick zum Kunden. Darüber hinaus wird es signifikante Entwicklungen in den Bereichen Virtual Reality und Lead Creation geben. Online-Shop-Anbieter und ihre Kunden stehen also erst am Anfang einer gigantischen Marketing-Welle.