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Von der Plattform bis zur Appstore-Optimierung

8 Falltüren der App-Entwicklung

Derzeit besitzen rund 50 Millionen Personen in Deutschland ein Smartphone (vgl. Statista, 2017). Die beliebteste Smartphone-Marke ist SAMSUNG, dicht gefolgt von Apple und SONY. Das geläufigste Smartphone-Betriebssystem ist Googles Android. 81 % der deutschen Smartphone-Nutzer nutzen ihr Smartphone jedoch nicht nur zum Telefonieren, sondern surfen damit auch im Internet und es werden stetig mehr (vgl. Statistisches Bundesamt, 2016). Immer mehr Produkt- und Dienstleistungsanbieter bieten daher – neben der konventionellen Webseite – ihre Leistungen auch über eine App an, die die Kunden über ihr Smartphone nutzen können. Sobald erst einmal eine vielversprechende Idee entwickelt wurde, geht es also darum, eine entsprechend vielversprechende Applikation zu entwickeln. Der erste Prototyp ist meistens schnell entwickelt. Aber wie geht es danach weiter?

Welche Plattform ist die richtige?

Zunächst einmal geht es darum, zu entscheiden, ob innerhalb der App lediglich Textbausteine und andere „einfache“ Inhalte angezeigt werden sollen, oder auch komplexere Inhalte, wie z. B. Animationen oder besonders datenreiche Inhalte. Während sich für Ersteres ein Framework anbietet, sollte der App-Entwickler bei komplexeren Inhalten auf eine native Plattform ausweichen. Dadurch laufen die Apps flüssiger und unterstützen alle wichtigen Funktionen der Betriebssysteme. Seitdem die Facebook-App beispielsweise nicht mehr mit HTML5, sondern mit dem nativen Android funktioniert, kommt es zu signifikant höheren App-Geschwindigkeiten und verbesserten App-Leistungen.

Wer verfügt über die Coderechte?

Der App-Anbieter kann sich aussuchen, ob er die App von einem eigenen IT-Team entwickeln lässt oder von einem Dienstleister, entweder einer Agentur oder auch einem Freelancer. Dabei sollte er jedoch unbedingt beachten, dass – sofern vertraglich nicht anders vereinbart – der jeweilige App-Entwickler über die Coderechte verfügt. Sollte die App sich also als erfolgreich herausstellen und die Absicht bestehen, eigene Entwickler einzustellen, müssten die Rechte erst noch von der Agentur bzw. dem Freelancer eingekauft werden.

Ist die App wirklich startklar?

Der App-Launch sollte nach Möglichkeit nicht durch die Presse oder größere Marketingkampagnen angekündigt werden. Meistens können die angepriesenen Termine ohnehin nicht eingehalten werden. Bei iOS-Apps kommt erschwerend der Prüfungsprozess durch Apple hinzu, der zwischen fünf und zehn Werktage in Anspruch nehmen kann. Sofern die Applikation die Apple HUI Guidelines erfüllt, sollte die Prüfung jedoch kein allzu großes Hindernis darstellen.

Wie kommt die App an?

Es empfiehlt sich, zunächst eine App zu veröffentlichen, die lediglich die wichtigsten Grundfunktionen erfüllt (Lean-Launch). Schließlich muss der App-Anbieter erst einmal herausfinden, ob die Kunden die Applikation überhaupt nutzen. Wichtig ist zu Beginn dann aber, dass die basalen Funktionen einwandfrei funktionieren, damit nicht gleich nach dem Launch die ersten negativen Bewertungen eingehen. Anreichern kann der App-Entwickler das schlanke App-Gerüst u. a. mit einem ansprechenden Design.

Ist die App benutzerfreundlich konzipiert?

Nutzer haben eine deutlich höhere Aufmerksamkeitsspanne, wenn sie vor dem Desktop-PC oder Laptop sitzen, als wenn sie ihr Smartphone benutzen. Daher reicht es nicht, für die Konzeption der App eine Mini-Variante der ursprünglichen Webseite herzustellen. Wenn der Nutzer sein Smartphone verwendet, ist er in der Regel unterwegs und mehr darauf bedacht, Informationen nebenbei und vor allem passiv aufzunehmen, als aktiv mit den App-Inhalten zu interagieren. Der App-Entwickler sollte daher unbedingt darauf achte, dass – abgesehen von den Anmeldungsdaten – nicht viel Input von den Nutzern verlangt wird, und dass die erforderlichen Benutzerdaten über eine leichte und überschaubare Navigation eingegeben und überarbeitet werden können.

Wie schnell kommt der Nutzer an die Produkte?

In Apple-Apps dürfen keine Links zu anderen käuflich erwerblichen digitalen Inhalten enthalten sein. Dazu gehören beispielsweise Webseitenlinks zu Büchern, Filmen und Musik. Verkäufe sollten über das In-App-Purchase-Programm getätigt werden, zumal dies für den Nutzer auch wesentlich komfortabler ist. Um den Kauf abzuschließen, muss dieser lediglich sein iTunes-Passwort eingeben und nicht gleich die kompletten Rechnungs-, Lieferungs- und Zahlungsinformationen. Allerdings muss der App-Anbieter in diesem Fall 30 % seines Umsatzes an Apple abgeben.

Wie gut funktioniert die App-Struktur?

Nur über automatische Tests kann die uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit der App gewährleistet werden. Automatische Tests erfordern die Entwicklung einer gelungenen App-Struktur. Bereits an dieser Stelle können somit schlechte von guten App-Entwicklern unterschieden werden. Zusätzlich sollte die App auf einem möglichst alten Gerät getestet werden, um auszuschließen, dass ältere Geräte möglicherweise nicht die nötige Kompatibilität für die Applikation aufweisen.

Gibt es eine Suchmaschinenoptimierung für den Appstore?

Ja! Ebenso wie Webseiten für Suchmaschinen optimiert werden können (Search Engine Optimisation; SEO), können Apps für die Appstore-Suche optimiert werden (Appstore Search Optimisation; ASO). Zwar ist ASO noch relativ neu und auch etwas komplizierter als SEO, da der App-Anbieter keine Referrer für einzelne Downloads erhält – Referrer sind Webseiten, über die der Nutzer zur aktuellen Webseite bzw. Datei gekommen ist; für den App-Anbieter lohnt es sich aber trotzdem, insbesondere bei eher unbekannten Marken, seine App, z. B. über Appcodes, für den Appstore zu optimieren.