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WordPress© vs. Drupal – Ein Duell ohne Sieger?

CMS-Qualität statt Baukästen

Die Webseitenanbieter haben es schon lange kommen sehen. Eine Flut von jungen und alten ambitionierten Innovatoren, die danach streben, ihre alten Muster abzulegen, um sich selbst zu verwirklichen. Insbesondere die aufstrebende, offensive und individualisierungsfanatische Generation Y überflutet den Markt zunehmend mit neuen und/oder verbesserten Angeboten. Um diese Angebote gegenüber (potenziellen) Kunden zu kommunizieren, führt kein Weg an der eigenen Internetpräsenz vorbei.

Wenn ein Angebot professionell präsentiert und vermarktet werden soll, reicht es bisweilen nicht, auf die standardisierten Design-Elemente zurückzugreifen, die der Webseitenbaukasten der üblichen Webseitenanbieter hergibt. Vielleicht erfordert das jeweilige Angebot aber auch nicht zwingend gestalterische Exklusivität, sondern der persönliche Anspruch ist schlichtweg sehr hoch.

In beiden Fällen kommen Content Management Systeme (CMS) zur Erstellung von Webseiten ins Spiel. Die derzeit wohl bekanntesten Webseiten-CMS sind WordPress© und Drupal. Welches System das richtige ist, entscheiden – neben dem Verwendungszweck – vor allem die Rahmenbedingungen und die technischen Kenntnisse des Webseitenbetreibers. Sowohl WordPress©, als auch Drupal, sind kostenlos im Internet erhältlich. Der entsprechende Code ist für jeden zugänglich und auch für kommerzielle Zwecke frei nutzbar. Mit PHP und einer MySQL-Datenbank sind beide Systeme mit den geläufigen Webhosting-Paketen kompatibel.

Worin unterscheiden sich WordPress© und Drupal?

WordPress© ist derzeit weltweit deutlich weiter verbreitet als Drupal. Daher sind die meisten Plugins und Themes vor allem für WordPress© konzipiert. Ursprünglich war WordPress© für das Erstellen von einfachen Blogeinträgen gedacht und ist daher sehr benutzerfreundlich gestaltet und einfach zu bedienen. Alle notwendigen Komponenten sind in nur fünf Minuten installiert und sofort einsetzbar. System-Updates werden automatisch eingeleitet. Für die Suchmaschinenoptimierung der Webseite, und nicht zuletzt für die Sicherheit, ist die regelmäßige Aktualisierung der Plugins zwingend notwendig. Mit Hilfe von Formatvorlagen und eines integrierten WYSIWYG können neue Blogeinträge besonders schnell und leicht erstellt und gestaltet werden.

Drupal ist vor allem außerhalb von Deutschland stark verbreitet, setzt sich aber auch vermehrt bei deutschsprachigen Webseitenbetreibern durch. Für eine komfortable Verwendung von Drupal sollte der Betreiber unbedingt die wichtigsten Zusatzmodule installieren, da die Anwendung sonst eher weniger Gestaltungsoptionen bietet. So muss z. B. auch der WYSIWYG-Texteditor vor der Anwendung installiert werden. Die Installation des Programms, bis hin zum optimalen Einsatz, ist daher zwar aufwendiger, aber dafür kann sich der Nutzer die notwendigen Tools selbst zusammenstellen. Ein großer Vorteil ist überdies, dass die kleineren Teilfunktionen in Kombination praktikable Globalfunktionen erfüllen. In besonderem Maße punktet Drupal auch mit seinem Views-Modul, mit dessen Hilfe auch komplexe Datenbankabfragen durchgeführt werden können.

Beide Systeme sind sowohl als Blog, als auch als Webseite nutzbar. Beide Systeme bieten Funktionen für die Einrichtung eines Online-Shops. Drupal verfügt überdies über eine sehr umfangreiche Rechteverwaltung; das entsprechende Tool muss bei WordPress© erst installiert werden. Zwar installiert WordPress© seine Updates – im Gegensatz zu Drupal – automatisch, aber die automatischen Updates der Erweiterungen sind nur teilweise auswählbar. Der WYSIWYG-Texteditor, der bei Drupal erst installiert werden muss, ist bei WordPress© bereits vorinstalliert. Beide Systeme eignen sich überdies für die Suchmaschinenoptimierung der jeweiligen Webseite. Allerdings müssen hierfür zusätzliche Plugins bzw. Module installiert werden. Ebenso lässt sich mit beiden Systemen ein Responsive Design gestalten, das die Webseite bzw. den Blog auch auf dem Tablet bzw. dem Smartphone ansprechend aussehen lässt. Ein Vorteil von Drupal besteht des Weiteren in den vorkonfigurierten Installationsprofilen, die für viele Verwendungszwecke zur Verfügung gestellt werden und auch vom Nutzer selbst erstellt werden können.

Und wer geht nun als Sieger hervor?

So wenig sich die beiden Systeme in der Vielfalt ihrer Funktionalitäten auch unterscheiden, so kann man doch eine Bilanz ziehen. WordPress© eignet sich deutlich besser für Einsteiger und Blogger, ist jedoch auch für mittelgroße Projekte geeignet. Drupal erfordert eine etwas intensivere Einarbeitung und eignet sich besonders für versierte Webseiten-Entwickler, Profis und Projekte jeder Größenordnung.